Bevor wir uns den konkreten Vorgängen in Seggebruch widmen, lohnt ein Blick auf das, was oft als selbstverständlich hingenommen wird: Bäume sind nicht nur Teil unserer Landschaft, sondern Grundpfeiler des Mikroklimas, des Wasserhaushalts und der biologischen Vielfalt. Sie kühlen, filtern, speichern – und doch verschwinden sie in unseren Dörfern, ohne dass ihr Verlust hinterfragt wird.
Es scheint egal zu sein.
Es scheint vertretbar zu sein.
Es scheint, es muss so sein.
Alexandra hat in „Mein Freund der Baum“ eine Perspektive eingefangen, die genau hier ansetzt: nicht als Diskussion, nicht als Debatte, sondern als stille Erinnerung daran, dass Bäume nicht nur Funktionen erfüllen, sondern auch eine Beziehung zu uns haben – eine, die wir allzu oft übersehen.
