Manchmal trifft ein altes Lied genau den Punkt, an dem man gerade steht.
„Somebody to Love“ klingt zunächst wie ein Liebeslied. Doch es erzählt von einer Welt, die einem zunehmend fremd erscheint, von verlorener Freude und der Sehnsucht nach etwas, das wieder Halt gibt.
Es ist kein Zufall, dass es gerade jetzt berührt.
Zu viele Gedanken. Zu viele Reize. Zu viel Lärm.
Irgendwann wird selbst das, was draußen passiert, zu einem Teil des eigenen inneren Lärms. Dann bleibt die Frage: Was davon ist eigentlich noch wichtig?
Natur. Ruhe. Nähe. Menschen, die einem etwas bedeuten.
Die kleinen Dinge, die nicht laut sind und nichts von einem verlangen.
Vielleicht ist „Somebody to Love“ deshalb gerade keine Aufforderung, jemanden zu finden.
Vielleicht ist es eine Erinnerung daran, worum es eigentlich geht.
